Digitales Impuls-Café by Luisa Bergholz

EINFACH GUTE ENTSCHEIDUNGEN TREFFEN

Was ist Entscheiden überhaupt? Warum fallen uns Entscheidungen häufig so schwer? Und wie schaffen wir es, einfach gute Entscheidungen zu treffen? Mit diesen Fragen haben wir uns beim INSPIRED WOMEN MEETUP am vergangenen Donnerstag beschäftigt.

Was verbindest Du mit Entscheidungen?

„Was verbindest Du mit Entscheidungen?“ – diese Frage haben wir uns zu Beginn gestellt und die Antworten waren sehr vielfältig: Dei Teilnehmerinnen nannten positive Begriffe wie Klarheit, Neugierde, Mut, Freude, Bachgefühl, Verantwortung übernehmen, befreiend, Wandel, Neuanfang, Wachstum, Veränderung, Loslassen, aber auch negative wie schwierig, Einschränkungen, Unsicherheit, Stress, Abschied, Schwere, langwierig, belastend, schlaflose Nächte. Einige Zitate:

„Nach jeder Entscheidung sollte man mehr Möglichkeiten haben als vorher.“

„Es gibt immer viel zu viele Möglichkeiten. Daher oft auch schlaflose Nächte, in denen ich mir den Kopf zerbreche und alles viel zu sehr durchdenke.“

„Wichtige Entscheidungen selbst treffen, bevor jemand für mich entscheidet.“

„Mich für etwas entscheiden, aber eben auch gegen etwas.“

Die Entscheidung liegt in Dir

Wir treffen jeden Tag ca. 20.000 Entscheidungen, die meisten davon unbewusst. Und das ist auch gut so – sonst würden wir uns jeden Morgen Grundsatzfragen stellen wie „was für einer Arbeit möchte ich nachgehen und bei was für einem Unternehmen?“ und wären mit Entscheidungen dazu, ob wir überhaupt aufstehen, was wir anziehen, was und wie wir essen usw. so beschäftigt, dass wir zu nichts anderem mehr kommen würden.

Denn Entscheidungen treffen kostet Kraft. Nicht ohne Grund sprechen wir von „der Qual der Wahl“ und dem Gefühl der Hin- und Hergerissenheit zwischen verscheidenen Optionen. Letztlich liegt die Entscheidung immer bereits in Dir – Du musst sie „nur“ finden. Dazu gibt es nicht das eine Patentrezept. Aber viele verschiedene praktische Tools, die Dir helfen können. Mehr dazu weiter unten .

Zunächst einmal: Keinerlei Auswahl mag zwar einfach sein, ist aber langweilig und macht wenig zufrieden. Zu viel Auswahl ist jedoch auch tückisch – sie suggeriert, dass es eine perfekte Option und bestimmt irgendwo noch eine bessere Alternative gibt, und kann uns sogar lähmen. Dazu habe ich in diesem Blogbeitrag mehr geschrieben: JE MEHR AUSWAHL, DESTO BESSER?

Entscheiden setzt Kraft frei

Sobald Du einmal eine Entscheidung getroffen hast, wird ganz viel Kraft freigesetzt: Die Kraft, die Du vorher fürs Grübeln („was wäre wenn…?“) gebraucht hast, kannst Du nun nutzen, um den gewählten Weg mit voller Energie zu gehen. Ich selbst habe mich über viele Monate mit der Entscheidung gequält, was ich beruflich machen möchte. Wie viel Energie mir das geraubt hat, wurde mir erst klar, als ich mich entschieden hatte. Ab der Sekunde, in der ich die Entscheidung getroffen hatte, mich als Coach selbstständig zu machen, habe ich nur so vor Energie gesprüht und habe mich selbst gewundert, wo die ganze Kraft auf einmal herkommt.

Der Psychologe Barry Schwartz empfiehlt den Satisficer-Ansatz: Suche nicht nach der einen perfekten Entscheidung – die gibt es ohnehin meist nicht. Schaue nach Optionen, die Deinen Vorstellungen und Wünschen entsprechen. Wenn Du eine zufriedenstellende Option gefunden hast, dann wähle diese einfach. Und höre in diesem Moment auf, darüber nachzudenken, wie es gewesen wäre, wenn Du Dich für eine andere Option entschieden hättest.

Ein weiterer Grund, weshalb Du Entscheidungen nicht zu lange vor Dir herschieben solltest: Keine Entscheidung treffen ist auch eine Entscheidung. Denn dann nimmst Du in Kauf, dass andere oder das Leben für Dich entscheiden. Und gibst die Verantwortung für Dich und Dein Leben ab.

Wie also entscheiden?

Den Zufall entscheiden lassen?

Eine sehr einfache und jederzeit im Alltag umsetzbare Möglichkeit zum Entscheiden: Wirf eine Münze!

Leg fest, für welche der beiden Optionen, die Du hast, die Zahl und für welche der Kopf steht. Wirf dann die Münze und – das ist der ganz wichtige Punkt! – beobachte Dein erstes Gefühl beim Erblicken der Seite, die oben aufliegt. Fühlt sich das gut an? Oder hättest Du Dir eigentlich die andere Seite gewünscht? Schon weißt Du, was Du möchtest!

Du hast mehr als zwei Optionen? Mit einem Würfel funktioniert die Methode genauso gut.

Gefühle visualisieren

Eine weitere Methode, die ich sehr gerne in meinen Coachings und auch für mich selbst anwende, ist die Affektbilanz von Maja Storch. Sie ist sehr hilfreich für komplexere Entscheidungen, in denen Du mit rein kognitiven Pro-und-Contra-Listen nicht weiterkommst. Ich habe für Dich daraus das Tool ENTSCHEIDEN MIT LEICHTIGKEIT erstellt – eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, die Du eigenständig für Deine Entscheidungen nutzen kannst.

Mit diesem Tool…

  • visualisierst Du Deine Gefühle, die mit der Entscheidung zusammenhängen
  • gehst Du Deinen Gefühlen auf den Grund und
  • erlangst so Klarheit für Deine Entscheidung

Lade Dir das Tool ENTSCHEIDEN MIT LEICHTIGKEIT hier kostenlos herunter:

Tipps und Ideen der INSPIRED WOMEN

Wir haben unsere Erfahrungen dazu ausgetauscht, was uns dabei hilft, Entscheidungen zu treffen. Hier unsere Best Practices:

  • Das Wissen, das Du Dich immer wieder neu entscheiden kannst. Keine (oder nur ganz wenige) Entscheidungen sind in Stein gemeißelt.
  • Einfach machen- und ins Tun kommen
  • Frage Dich: Was kann schlimmstenfalls passieren?
  • Entscheidungen sind Momentaufnahmen: Im Nachhinein bist Du immer schlauer als zu dem Zeitpunkt, in dem Du die Entscheidung triffst. Also sei nachsichtig mit Dir – Du hast zu dem Zeitpunkt die beste Entscheidung getroffen, die Du treffen konntest.
  • Eine offene Fehlerkultur, in der Fehler als Lernmöglichkeiten angesehen werden, hilft dabei, Entscheidungen im Arbeitskontext leichter treffen zu können.
  • Wichtig fürs Entscheiden ist auch Loslassen können – z. B. den lange ausgeführten Job und die einem ans Herz gewachsenen Kolleginnen.
  • Etwas Angst gehört fast immer dazu. Hier hilft es, wenn Du Dich fragst, was für eine Art von Angst es ist: Fühlt es sich bereichernd an? Ist es ein aufgeregtes Kribbeln im Bauch? Oder fühlt es sich einengend an? Bekommst Du einen Kloß im Hals oder schnürt es Dir den Brustkorb zu, wenn Du daran denkst?
  • Die 10-10-10-Methode: Wie wirst Du Dich mit dieser Entscheidung in 10 Minuten fühlen? Wie in 10 Monaten? Und wie in 10 Jahren? Bei kleinen Entscheidungen relativiert diese Methode die Entscheidung und bei den größeren Entscheidungen hilft sie, die Auswirkungen besser einzuschätzen.
  • Sei wachsam für Deine innere Stimme. Mehr Infos dazu bekommst Du hier im Betrag zu Intuition als (Selbst-)Führungsinstrument.

Die wunderbare Graphic Recorderin Lorna Schütte hat das Meetup visuell festgehalten (ganz herzlichen Dank dafür!):

mehr von Lorna findest Du auf ihrem Instagram-Kanal: @lornaschuette

Was davon wirst Du ausprobieren?

Was davon wirst Du ausprobieren oder was davon hast Du schon ausprobiert? Hast Du noch weitere Gedanken, Ideen und Tipps rund um das Thema Entscheidungen? Teile sie in den Kommentaren oder schreib mir eine E-Mail an info@luisabergholz.com. Ich freue mich auf Deine Nachricht!

Die INSPIRED WOMEN vom MEETUP am 04.02.2021
Antworten der INSPIRED WOMEN auf die Frage „Was nimmst Du aus dem heutigen Meetup mit?“

Über die INSPIRED WOMEN MEETUPS

Bei den INSPIRED WOMEN MEETUPS treffen wir uns regelmäßig zum Austauschen, voneinander Lernen und Aufbauen eines Netzwerkes, in dem wir uns gegenseitig inspirieren und unterstützen. Inhaltlich geht es um Themen wie (weibliche) Führung, Neues Arbeiten, Karrieremodelle, Work Life Balance, Persönlichkeitsentwicklung uvm. Während der Corona-bedingten Restriktionen finden die Meetups ausschließlich online statt (per Zoom). Langfristig ist geplant, dass sich Offline-Meetups im Raum Köln/Bonn mit Online-Meetups abwechseln.

Initiiert und organisiert werden die Meetups von Luisa Bergholz, der Gründerin von LIMONATA COACHING.

Zwischen den Meetups tauschen wir uns in der INSPIRED WOMEN Facebook-Gruppe aus. >>> zur INSPIRED WOMEN Gruppe <<<

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