Digitales Impuls-Café by Luisa Bergholz

ERFOLGE FEIERN

Was war Dein letzter Erfolg? Und wann hast Du Dich zuletzt für einen Erfolg gefeiert? Wenn Du jetzt in Deinem Gedächtnis nach einem großen vorzeigbaren Erlebnis kramst oder Dir einfach kein Erfolg, der es wert wäre, gefeiert zu werden, einfällt… lies auf jeden Fall weiter. Und erfahre, was Erfolge feiern mit Deiner Selbstverwirklichung und einem erfüllten Leben zu tun hat.

Hättest Du mir diese Fragen vor drei oder vier Jahren gestellt, hätte ich Schwierigkeiten gehabt, Dir einen Erfolg zu nennen. Und die Antwort auf die Frage, wann ich meine Erfolge zuletzt gefeiert habe, wäre gewesen: nie. Ja, ich habe mich nicht für die Dinge gefeiert, die ich erreicht habe. Obwohl ich wusste, dass ich von außen betrachtet ein durchaus erfolgreiches Leben führte. Ich hatte viele Dinge erreicht: Sei es ein sehr gutes Abitur, einen Studienplatz in Psychologie inklusive Abschluss in der Regelstudienzeit als eine der Jahrgangsbesten, mit 20 Jahren fürs Studium ins Ausland gegangen und ab da eigenständig mein Leben gelebt, mit 25 direkt als Personalberaterin mit unbefristetem Vertrag eingestellt worden… Als ich das in einer Coaching-Session alles einmal aufgeschrieben habe, war es mir fast peinlich darüber zu sprechen. Und ich habe es heruntergespielt mit „Ach, aber das war gar nicht so schwer…“.

Im Nachhinein finde ich es selbst sehr paradox: Ich habe mir immer hohe Ziele gesteckt und wollte bewusst nicht den einfachen Weg gehen. In dem Moment, in dem ich mein Ziel dann erreicht hatte, habe ich es jedoch abgewertet. Nach dem Motto: Wenn ich das geschafft habe, kann es ja nicht so schwierig und das Ziel nicht so hoch gewesen sein. Und etwas besonderes ist es schon gar nicht. Also habe ich innerlich einen Haken an meine Checkliste gemacht und habe das nächste Ziel angepeilt. Nur zufrieden war ich nie.

Warum erzähle ich Dir das?

Weil ich in meinen Coachings die Erfahrung mache, dass ich nicht die Einzige bin, der es so geht. Ich helfe meinen Klientinnen dabei, ihre Erfolge wahrzunehmen und zu feiern – und bin selbst auch immer noch auf dem Weg. Aber lass uns mal von vorne beginnen…

Was ist überhaupt Erfolg?

Erfolg ist „das positive Ergebnis einer Bemühung im Sinne eines Eintretens einer beabsichtigten, erstrebten Wirkung“ (Dorsch). Also immer dann, wenn Du ein Dir selbst gesetztes Ziel setzt, ist dies ein Erfolg. Egal wie schwer dieses Ziel zu erreichen ist.

Ob wir selbst einen Erfolg als solchen wahrnehmen, hängt von unserem Anspruchsniveau ab. Wenn eine Aufgabe zu leicht oder zu schwierig ist, dann empfinden wir keinen Erfolg – weil wir den Grund für den Erfolg (oder Misserfolg) nicht bei uns selbst sehen. Soweit an dieser Stelle zur Theorie. Wenn Du mehr über Erfolg aus Sicht der Motivations- und Lernpsychologie wissen möchtest, schreib mir gerne.

Warum ist es so wichtig, dass Du Deine Erfolge anerkennst?

Je mehr Du wahrnimmst, was Du alles erreicht hast, und dadurch verstehst, zu was Du alles im Stande bist, desto höher ist Dein Vertrauen in Dich selbst, weitere Ziele zu erreichen. In der Psychologie nennt man das auch die Selbstwirksamkeit:

Selbstwirksamkeit ist die Überzeugung, anspruchsvolle und herausfordernde Situationen gut meistern zu können – und zwar aus eigener Kraft.

Gerade wenn es darum geht, groß zu träumen, Dich mutig auf Neues einzulassen und Dir so ein erfüllenderes Leben zu erschaffen, ist Selbstwirksamkeit eine DER essenziellen Voraussetzungen.

Wenn Du Deine Erfolge nicht wahrnimmst oder herunterspielst, kann dies dazu führen, dass Du Dir selbst weniger zutraust. Dass Du der inneren kritischen Stimme („Wie soll das denn gehen? Das schaffst Du doch sowieso nicht“ …) glaubst, es erst gar nicht probierst und ihr damit letztlich Recht gibst.

Ein weiterer Punkt, weshalb Erfolge feiern Dir zu einem erfüllten Leben verhilft: Durch den Fokus auf all das Positive, das Du bereits erreicht hast und die Freude darüber, hast Du automatisch viel mehr positive Gefühle, bist zufriedener und dankbarer. Das strahlst Du aus, steckst andere damit an und ziehst noch mehr davon in Dein Leben. Win-win-win würde ich sagen 😉

Wir nehmen unsere Erfolge häufig nicht oder nur wenig wahr.

Oder etwas muss sehr besonders sein, damit wir uns dafür feiern.

Das liegt zum einen daran, dass unser Gehirn im Default-Modus so gepolt ist, dass es den Fokus auf das Negative lenkt. Nicht um uns zu ärgern, sondern um uns zu schützen und unser Überleben zu sichern. Wir nehmen positive Dinge – und Erfolg ist etwas Positives – schlichtweg häufig gar nicht wahr. Stattdessen fokussieren wir auf all das, was nicht geklappt hat. Der Klassiker bei mir in den Coaching-Sessions: Die Klientin berichtet von der Zeit seit unserer letzten Session „Ich habe x umgesetzt und y ausprobiert, aber ich habe z nicht geschafft und wollte mir auch viel mehr Zeit für alle diese Dinge nehmen. Das habe ich nicht geschafft.“ Vor lauter „das habe ich nicht geschafft“ gehen x und y völlig unter.

Der zweite Grund: Wir sind soziale Wesen und die Verbindung zu den Menschen um uns herum, ist uns sehr wichtig. Vereinfacht gesagt: Wir wollen gemocht werden. Auch hier kommt der Default-Modus aus dem vorherigen Absatz zum Tragen: Wenn wir anderen von unseren Problemen erzählen, bekommen wir viel eher Aufmerksamkeit, als wenn wir ihnen erzählen, dass alles super läuft. Jammern und beklagen wird also sozusagen mit Aufmerksamkeit und Unterstützung belohnt. Das Teilen von Erfolgen bekommt oft weniger Aufmerksamkeit.
Und wenn wir anderen von Erfolgen erzählen, dann lieber nicht zu viel… die anderen könnten ja sonst denken, dass wir angeben wollen. Oder sie könnten neidisch werden, dass es so gut läuft bei uns. Damit wir uns nicht selbst ins Abseits schießen, halten wir unsere Erfolge also gegenüber anderen eher zurück.

Es ist ein Teufelskreis: Je mehr wir auf Negatives und all das fokussieren, was wir (noch) nicht geschafft und erreicht haben, desto weniger werden wir unsere Erfolge wahrnehmen.

Die gute Nachricht: Du kannst umlernen und diesen Kreislauf in eine positive Richtung verändern.

Erfolge wahrnehmen und feiern

Wie immer, wenn Du etwas neu lernst, ist es am Anfang noch etwas herausfordernder und wird mit der Zeit immer leichter. So auch beim Erfolge wahrnehmen und feiern.

Eine sehr wirksame Methode, um Dir Deiner Erfolge bewusst zu werden ist das Erfolgstagebuch. Dabei notierst Du Dir jeden Tag Deine Erfolge. Ich zum Beispiel schreibe jeden Abend drei Dinge auf, auf die ich stolz bin. Das können auch ganz kleine Dinge sein, wie zum Beispiel, dass ich diesen Anruf getätigt habe, den ich schon ein paar Tage vor mir hergeschoben habe, oder dass ich Spazieren war. Denn, das ist ganz wichtig:

Ein Erfolg ist ein Erfolg ist ein Erfolg ist ein Erfolg!

Jeder Erfolg ist es wert, gewürdigt zu werden. Wie lange hältst Du Dich sonst damit auf, Dich über kleine Fehler zu ärgern? Mindestens so viel Energie solltest Du für das Feiern Deiner kleinen Erfolge aufwenden!

Die einzige Person, die definiert, was ein Erfolg für Dich ist, bist Du selbst. Mag sein, dass es für andere total normal ist, im Teammeeting die eigenen Ideen einzubringen. Wenn es das für Dich bisher nicht war, dann ist es ein mega Erfolg, wenn Du eine Idee einbringst!

Hier ein paar weitere Tipps, die Dir beim Umlernen helfen können:
  • Sprich über Deine Erfolge. Die Sorge, dass andere Dir Deinen Erfolg neiden, ist meist unbegründet. Deine guten Freund:innen und Familie freuen sich mit sehr großer Wahrscheinlichkeit mit Dir. Wenn Du es mit ihnen teilst.
  • Ebenso kannst Du andere auch um Feedback bitten: Was sind Dinge, die sie an Dir bewundern? Von außen fällt es oft leichter, Erfolge zu sehen.
  • Such Dir ein motivierendes Umfeld. Falls in Deinem Freundeskreis der Fokus stark auf den Problemen liegt und/oder es Dir noch schwerfällt, Deine Erfolge dort zu teilen, vernetz Dich mit Menschen, die auf dem gleichen Weg sind wie Du oder schon da sind, wo Du hinwillst.
    Eine Möglichkeit sind zum Beispiel die INSPIRED WOMEN.
  • Feiere jeden Deiner Erfolge. Das kannst Du auf unterschiedlichste Arten machen. Zum Beispiel, indem Du darüber sprichst (s.o.), oder indem Du Dich belohnst, Musik aufdrehst und tanzt, oder oder oder. Meine aktuelle Lieblingsmethode ist Konfetti werfen. Das schöne dabei (abgesehen davon, dass es sehr viel Spaß macht): Es signalisiert Deinem Gehirn, dass gerade etwas Besonderes passiert – denn Konfetti ist mit besonderen Momenten verknüpft. Und wenn Du es noch ein paar Tage liegen lässt, freust Du Dich jedes Mal erneut, wenn Du es dort liegen siehst.

Du weißt nicht, mit wem Du Deine Erfolge teilen sollst? Schreib sie mir – ich werde Dich dafür feiern! Bei Instagram frage ich zum Beispiel auch regelmäßig nach den Erfolgen meiner Community und jeder einzelne wird in der virtuellen Schulterklopfmaschine bejubelt.

Wie ist es bei Dir?

Feierst Du Deine Erfolge und wenn ja, wie? Welche Erkenntnis aus diesem Beitrag möchtest Du für Dich mitnehmen? Schreibe es mir in einer E-Mail an info@luisabergholz.com, auf Instagram oder LinkedIn – ich freue mich riesig von Dir zu lesen!

Möchtest Du in Deinem Leben etwas verändern, weißt bisher aber noch nicht wie? Dann sichere Dir jetzt Deine gratis Standortbestimmung! Mit der Standortbestimmung nimmst Du Dein aktuelles Leben, die verschiedenen Lebensbereiche und die Rollen, die Du einnimmst, genau unter die Lupe. Und natürlich hast Du die Möglichkeit, mir alle Deine Fragen zu stellen. Such Dir hier einfach den Termin für Dich aus, der am besten für Dich passt:

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